Zum Lernen Verführt

Zum Lernen verführt

Das Büro als Katalysator für den Talent Transfer

Der „Modus operandi“ unserer Zeit ist die Veränderung. Daran lassen die vielen parallelen Entwicklungen wie Digitalisierung, Globalisierung und Virtualisierung keinen Zweifel. Entscheidend ist: Wie gehen wir damit um?

Diese Frage treibt auch Raphael Gielgen, Trendscout beim Möbelhersteller Vitra, auf seinen Reisen zu den Unternehmen und Denkfabriken dieser Welt um. Und genau wie für das World Economic Forum und das OECD Forum sind für ihn dabei Re- und Upskilling von zentraler Bedeutung. So bedeutend sogar, dass er den sogenannten „Talent Transfer“ 2020 erneut als Arbeitstrend der Zukunft in sein jährliches „Work Panorama“ aufgenommen hat.

Im Rahmen unserer Vortragsreihe „Dialog im forum“ stellte uns Raphael Gielgen dieses spannende Seismogramm für die Arbeitswelt von morgen vor – und zeigte, auf welchen Grundpfeilern „The Next Economy Ecosystem“ außerdem aufgebaut ist.

Wissen: Die Währung der Zukunft

In einer Welt, in der die Veränderungen von morgen unvorhersehbar geworden sind, ist es eine Frage des Überlebens, sich flexibel auf alle möglichen Szenarien einstellen zu können. Das ist zuallererst eine Einstellungssache. Die Psychologin Carol Dweck unterscheidet dabei zwischen einem „Fixed“ und „Growth“ Mindset. Um langfristig erfolgreich zu sein, gilt es, das Beste aus beiden Welten zu vereinen und die richtige Balance zwischen Stabilität und Weiterentwicklung zu finden.

Noch wichtiger als das Mindset sind für Unternehmen jedoch die eigenen Mitarbeiter. Mehr noch: deren Wissen und Fähigkeiten. Denn je vielfältiger das Know-how und die Talente in einem Unternehmen, desto größer sein Erneuerungspotenzial – und desto resilienter wird es gegenüber Krisen und Veränderungen.

Unter diesen Voraussetzungen wird Wissen zur wertvollsten unternehmerischen Ressource und gleichzeitig zur Währung der Zukunft. Die größte Herausforderung für Unternehmen liegt somit in der gezielten und wirksamen Förderung von Wissenstransfer. Die zentrale Frage dabei: Wie schafft man es, dass Mitarbeiter lernen?

Verführung statt Überzeugung

Wissenserwerb und Wissensaustausch haben in einer Gesellschaft der Veränderung oberste Priorität. Nur indem die unterschiedlichen Wissensgebiete und Erfahrungen miteinander verschmelzen und gemeinsam wachsen, kann sich das volle Potenzial entfalten. Lernen heißt dabei jedoch nicht einfach lebenslanges Lernen, das auf bestehenden Erfahrungen aufbaut. Es bedeutet vor allem auch zu verlernen!

Um auf die Neue Welt vorbereitet zu sein, müssen wir aufhören, die Dinge so zu tun, wie wir sie immer getan haben. Denn in dieser Neuen Welt gelten andere Grundsätze als die, die wir bisher kannten. Es gilt also, antrainierte Denk- und Handlungsmuster immer wieder zu hinterfragen und lineare Prozesse auf den Kopf zu stellen – etwa so, als wolle man einen über Jahre eingeschlichenen Haltungsfehler korrigieren. Man spricht von Permanent Beta.

Doch wie bringt man Mitarbeiter dazu, ihr Verhalten derart zu ändern? Die wirksamste Methode ist nicht, sie davon zu überzeugen. Stattdessen sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter verführen, etwas anderes zu tun. Dieses scheinbar kleine Detail verändert die Bereitschaft dazu enorm. Und dabei kann die Büroarchitektur eine zentrale Rolle spielen.

Talent Transfer braucht Raum

Im Urban Office bedingt die Bereitschaft zu lernen Leidenschaft für Neues. Wird dies im Arbeitsalltag gefördert, finden Talente ihr Biotop für herausragende Leistungen, um sich weiter entfalten zu können. Damit wandelt sich das Büro zum Wissenshub, zum Begegnungsfeld und zur neuen Lernwelt der Wissensarbeiter.

Arbeitslandschaften so zu gestalten, dass sie Mitarbeiter zum Wissenstransfer verführen, heißt dabei Kommunikation eine neue Form geben. Agiles Arbeiten etwa hilft sowohl Einzelnen als auch als Teams, steile Lernkurven zu erklimmen und Ergebnisse zu verbessern. Das Büro der Zukunft schafft die Voraussetzungen für diese Agilität.

Dazu gilt es, das Potenzial aller Arbeitsformen voll auszuschöpfen und mit dem bestmöglichen Setting zu unterstützen: Hightech-Angebote für Präsentationen und Remote Teams, Einzel-Cubes für konzentriertes Lernen, Game Rooms für interdisziplinäre Teamarbeit, Social Collaboration Plattformen für informelle Begegnungen und haptische Werkzeuge, die Wissen sichtbar und greifbar machen.

Wie kaum eine andere Umgebung bietet das Urban Office mit seinen Raumzonen dabei eine Vielfalt, in der jeder seine Nische findet. Das gibt Mitarbeitern auch dann Heimat und Orientierung, wenn große Veränderungen im Unternehmen anstehen.

Zukunfts-Management im Urban Office

In der Arbeitswelt der Zukunft gehört abgeschiedenes Expertentum der Vergangenheit an. Um eine nachhaltige Innovationskultur und Neugier im Urban Office zu fördern, kommt es künftig auf das richtige Mindset und die Lernbereitschaft der Mitarbeiter an. Kurz: den Talent Transfer. Erfolgreiche Unternehmen setzen dabei auf das Momentum der Verführung: mit aussichtsreichen Büros in der obersten Etage, frei zugänglichen Hightech-Werkzeugen oder Versuchslaboren.

Auch Sie wollen Ihre Mitarbeiter zum Lernen verführen – oder sich gerne selbst dazu verführen lassen? Dann laden wir Sie herzlich ein zu unserer Veranstaltungsreihe „Dialog im forum“. Alle Themen und Termine dazu erfahren Sie regelmäßig über unseren kostenlosen Newsletter.

Für noch mehr Impulse für Ihr Büro der Zukunft empfehlen wir das Video zu Raphael Gielgens Vortrag „The Next Economy Ecosystem“ – oder besuchen Sie uns einfach in unserem feco-forum in Karlsruhe!