Arbeitsweisen | Stauraum und Locker

Ordnung und Identität im hybriden Büro

Wie moderne Locker-Systeme, Akustik-Regale und Raumgliederung persönliche Sicherheit schaffen und die Clean-Desk-Kultur unterstützen.

Mit dem Abschied vom fest zugewiesenen Arbeitsplatz verändert sich auch die Funktion von Büromöbeln grundlegend. Der klassische Rollcontainer unter dem Schreibtisch verliert in hybriden Arbeitsmodellen seine Berechtigung, da er feste Tische voraussetzt und wertvolle Flächen blockiert. An seine Stelle treten intelligente, modulare Stauraumlösungen, die Ordnung stiften und die Umsetzung einer konsequenten Clean-Desk-Policy erst ermöglichen.

Stauraum wandelt sich im Future-of-Work-Kontext vom reinen Ablageort für Papierakten zu einem multifunktionalen Architektur- und Gestaltungselement. Er bildet das funktionale und psychologische Rückgrat flexibler Bürokonzepte, indem er Beschäftigten trotz wechselnder Arbeitsplätze einen verlässlichen persönlichen Ankerplatz bietet.

Smart Lockers: Der persönliche Heimathafen im shared Office

Schließfachsysteme (Lockers) nehmen beim Desksharing eine Schlüsselrolle ein. Sie dienen Mitarbeitenden als persönlicher Aufbewahrungsort für Notebook, Zubehör und private Gegenstände. In Kombination mit mobilen Caddies wird der flexible Transport dieser Arbeitsmittel direkt an den jeweiligen Tisch ermöglicht. Moderne Smart Lockers gehen dabei weit über traditionelle Spinde hinaus: Ausgestattet mit elektronischen RFID-Schlössern oder App-Steuerung lassen sie sich flexibel für den Arbeitstag oder dauerhaft zuweisen. Zudem bieten sie integrierte Lademöglichkeiten für Endgeräte sowie die Option, als interne Post- und Übergabefächer für Teams zu fungieren.

Untersuchungen zur Ergonomie und Raumnutzung unterstreichen, dass gut erreichbare Lockers die emotionale Akzeptanz von Desksharing entscheidend steigern, da sie das Bedürfnis nach persönlicher Sicherheit und Privatsphäre im Büro erfüllen.

Multifunktionaler Stauraum als Raumgliederung und Akustik-Puffer

Neben dezentralen Locker-Anlagen verändert sich auch der raumbildende Stauraum im Multi-Space-Büro. Hüfthohe oder raumhohe Regalsysteme übernehmen heute drei Funktionen: Sie bieten übersichtlichen Stauraum für Arbeitsmaterialien, gliedern große Raumflächen in unterschiedliche Zonen und dienen zusätzlich als verdeckte Führungskanäle für die Strom- und Medienversorgung flexibler Arbeitsinseln. Ausgerüstet mit akustisch wirksamen Fronten, Pflanzenaufsätzen oder integrierten Bänken schaffen sie Mikroarchitekturen für spontane Abstimmungen. Die Kombination aus akustischer Abschirmung und strukturierter Raumnutzung reduziert visuelle und akustische Ablenkungen im Büroalltag.

Fazit: Durchdachter Stauraum als Enabler der flexiblen Transformation

Die Neugestaltung von Stauraum und Schließfächern ist kein Nebenaspekt, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor moderner Büroplanung. Ohne ein ausgereiftes Locker- und Stauraumkonzept scheitern agile Arbeitsmodelle an Unordnung, unergonomischem Materialtransport und schwindendem Zugehörigkeitsgefühl. Wenn smarte Lockers als persönlicher Anker fungieren und modulare Schranksysteme als akustische Zonenbildner dienen, entsteht eine aufgeräumte, inspirierende Arbeitsumgebung. Der physische Raum gewinnt dadurch an Struktur, Ästhetik und Aufenthaltsqualität – und gibt Beschäftigten die nötige Freiheit, ihren Arbeitstag flexibel und fokussiert zu gestalten.

Wissen vertiefen: Medien & Downloads

Nutzen Sie weiterführende Informationen unserer Fachquellen und empirischen Erhebungen, um Ihre Planungsprozesse im Detail zu optimieren:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung: Leitfaden zu Stauraumelementen und Büroarbeitsplätzen
DGUV Information 215-410

Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA): Wie Lockers, Caddies und mobile Aufbewahrungssysteme flexible Arbeitsweisen unterstützen.
Der persönliche Stauraum

JLL: Erkenntnisse zu Flexibilität, Arbeitsplatzqualität, persönlicher Infrastruktur, die Büroarbeit attraktiv machen
Beyond Mandates: The Future of Hybrid Work

FAQ – Stauraum & Locker

  • Weil fest zugewiesene Schreibtische und Rollcontainer entfallen. Lockers bieten Mitarbeitenden einen sicheren, persönlichen Aufbewahrungsort für Arbeitsmittel und persönliche Gegenstände und bilden einen wichtigen psychologischen Anker.

  • Smart Lockers lassen sich per Mitarbeiterkarte, QR-Code oder Smartphone-App schlüssellos bedienen. Sie ermöglichen flexible Zuweisungen, verfügen oft über integrierte Stromanschlüsse zum Laden von Akkus und bieten Übergabefunktionen für Dokumente oder Pakete.

  • Schränke und Regale mit perforierten Oberflächen, Stoffbespannungen oder akustisch wirksamen Dämmmaterialien absorbieren Schall und verhindern die Schallausbreitung in offenen Bürolandschaften.

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