Die neue hybride Arbeitsumgebung

Workspaces nach dem Nachbarschaftsprinzip.

Im Zeitalter der hybriden Arbeit haben die Angestellten mehr Möglichkeiten. Damit sie wieder ins Unternehmen kommen, muss die Arbeitsumgebung noch besser werden.

Hybride Typologien

Drei Personas der hybriden Mitarbeitenden entsprechen dem Zeitraum, den die Menschen im Büro verbringen. Sie haben unterschiedliche Bedürfnisse und Wünsche:

Der örtlich gebundene Angestellte verfügt über einen zugeordneten Bereich. Er/sie ist stark an den Ort gebunden und benötigt akustische und visuelle Privatsphäre (z.B. Designer – mit Mustern und Materialien).

Der örtlich ungebundene Angestellte verfügt nicht über einen zugeordneten Arbeitsbereich, arbeitet häufig in Settings, die gemeinschaftlich genutzt werden und in denen man sich austauschen kann (z.B. mobile Mitarbeitende wie Texter*innen).

Der nach Bedarf anwesende Angestellte kommt gerne ins Unternehmen, um zu Themen gezielt Einfluss zu nehmen. Er/sie verfügt möglicherweise über einen zugeordneten Arbeitsplatz und möchte die Möglichkeit haben, Arbeitsergebnisse so anzuordnen, dass Gedankengänge für andere nachvollziehbar sind (z.B. Berater*innen).

Das Konzept der Nachbarschaft

Bei der Gestaltung hybrider Arbeitsumgebungen sollten wir uns von den uns umgebenden Gemeinschaften inspirieren lassen. Der Arbeitsplatz kann Gemeinschaft stiften, wenn die Menschen darin das Gefühl haben, Teil von etwas Besonderen zu sein. Diese Gemeinschaft kann bewusst so angelegt werden, wie die Nachbarschaft, in der wir leben. Nachbarschaften strahlen Vitalität und Energie aus. Nichts ist statisch. Orte und Aktivitäten tragen dazu bei, die Verbindungen zwischen Kolleg*innen zu stärken. Dort fühlen sie sich zugehörig und bauen Vertrauen auf.

Vielfalt der Räume

Die renommierte Stadt- und Architekturkritikerin Jane Jacobs war schon vor Jahrzehnten der Ansicht, dass der Mensch sich erst dann richtig entfalten kann, wenn er in einer abwechslungsreichen Nachbarschaft lebt. Der Organisationspsychologe und Bestsellerautor Adam Grant bestätigt, dass dies auch für heute zutrifft. „Ein besseres Zukunftsbild für den Arbeitsplatz wäre, sich ihn als Gemeinschaft vorzustellen – einen Ort, an dem die Menschen gemeinsame Werte leben, sodass Vertrauen entsteht, wo sie sich als Menschen angenommen fühlen und die Entscheidungen, die sie betreffen, mit beeinflussen können“, sagt Grant.

Vier Designprinzipien

Damit nachbarschaftlich angelegte Arbeitsbereiche optimal funktionieren, sollten vier paar Designprinzipien berücksichtigt werden:

Ich und Wir: Genau wie ein Stadtviertel unterstützen auch die neuen Arbeitsumgebungen sowohl den Einzelnen als auch Teams bei der Arbeit. Der verfügbare Platz variiert, kann im Handumdrehen angepasst werden, um den Arbeitstag zu gestalten. Täglich arbeiten Angestellte etwa 55 % ihrer Zeit alleine und 45 % mit anderen zusammen, weshalb Büros nicht nur zum Zweck der Zusammenarbeit geplant werden sollten. Denn es kann von den Mitarbeitenden nicht erwartet werden, dass sie zur Fokusarbeit nach Hause fahren.

Von starr zu fließend: Ein gutes Stadtviertel entwickelt sich weiter, wenn neue Menschen dazukommen oder ein neuer Laden eröffnet. Auch am Arbeitsplatz ändert sich permanent etwas. Hybride Arbeitsumgebungen sind modular und flexibel – sie stellen sich diesen Veränderungen.

Offen + geschlossen: Gute Stadtviertel bieten private und öffentliche Bereiche, die vielfältig und dynamisch sind. Zusammenarbeit in offeneren Arbeitsumgebungen erhöht die Transparenz und schafft Vertrauen. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass das Thema Privatsphäre im Laufe der Pandemie noch an Wichtigkeit gewonnen hat.

Digital + analog: So wie Stadtplaner smarte Städte planen, sollte auch bei der Konzeption hybrider Arbeitsbereiche verfahren werden. Video-Besprechungen sind heute im Büro die Norm, und jeder Teilnehmende sollte gut zu sehen und zu hören sein und selbst alles sehen und hören können. Die entsprechende Technologie muss unkompliziert anwendbar sein.

Hybride Arbeitsumgebungen schaffen

Nachbarschaftlich konzipierte Arbeitsumgebungen bieten eine Kombination aus Team- und öffentlichen Bereichen. Sie sind umgeben von Gemeinschaftsbereichen, die von jedem genutzt werden können wie z.B. Work Cafés. Folgende sechs Bereiche erfüllen die neuen Bedürfnisse der hybriden Arbeit.

Zugeordnete Basis: Einige Unternehmen reduzieren die Anzahl ihrer zugeordneten Arbeitsplätze. Die Angestellten wünschen jedoch mehr Mitspracherecht in Bezug auf ihren Arbeitsbereich. Eine zugeordnete Basis bietet viel Auswahl in Bezug auf Privatsphäre und Zusammenarbeit.

Nicht zugewiesener Teambereich: Hybride Arbeit bedeutet, dass die Menschen öfter per Bildschirm interagieren werden. Diese Arbeitsumgebung bietet vielseitige Möglichkeiten, mit Teammitgliedern in Verbindung zu treten – persönlich oder virtuell.  Zusätzliche Schirmungen und eine Auswahl an abgeschlossenen Bereichen sind ideal für konzentrierte oder zur Teilnahme an Video Calls.

Fokusbereich: Hybride Teams benötigen mehr denn je Bereiche mit akustischer Privatsphäre zur Zusammenarbeit in Video-Calls, zur Fokusarbeit oder zur Erholung. Dieser gemeinschaftlich genutzte private Arbeitsbereich bietet einen komfortablen Ort Konzentration und Rückzug.

Privatsphäre nach Bedarf: Flexible Bereiche zur aktiven Zusammenarbeit ermöglichen mehr Privatsphäre in offenen Arbeitsumgebungen und minimiert Ablenkungen in offenen Büroumgebungen.

Offener Bereich zur Zusammenarbeit: Dieser flexible Bereich kann im Handumdrehen an verschiedene Arbeitsmodi angepasst werden und ist eine attraktive Alternative zu geschlossenen Räumen. Einfach nutzbare Technologien ermöglichen eine gleichberechtigte Nutzererfahrung für alle Beteiligten – ob vor Ort anwesend oder virtuell zugeschaltet.

Sozialer Bereich – Grüne Oase: Dieser Bereich ähnelt einem Stadtpark und erfüllt die Funktionen eines Besprechungsraums – ein komfortabler Ort, um das Zugehörigkeitsgefühl und Beziehungen zu stärken. Bequeme Lounge-Sofas mit integrierter Stromversorgung helfen, bei der Arbeit eine gesunde Körperhaltung einzunehmen.

Get back – Menschen brauchen die Gemeinschaft
In der neuen Ära der hybriden Arbeit können sich die Menschen aussuchen, wo sie arbeiten. Zukunftsfähige Büros müssen die hybride Arbeit erleichtern, Beziehungen stärken und ein Zugehörigkeitsgefühl fördern – also all die Aspekte adressieren, die in der Pandemie gelitten haben. Im Dokumentarfilm „Get Back“ erklärt Paul McCartney, warum die Beatles anfingen, sich auseinanderzuleben: „Wenn man so viel Zeit miteinander verbringt, entsteht etwas. Wenn man einander physisch nicht nah ist, geht etwas verloren.“

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