Kopenhagen. Welthauptstadt der Architektur 2023.
Architektenreise 11. – 13. Mai 2023

Die Exkursion wird von der Architektenkammer Baden-Württemberg mit 4 Fortbildungspunkten anerkannt.

Alle 3 Jahre verleihen die UNESCO und der Internationale Architektenverband UIA den prestigeträchtigen Titel „Welthauptstadt der Architektur“. Kopenhagen hat den Titel für 2023 erhalten – und das aus gutem Grund: Kopenhagen gilt als eine der lebenswertesten und nachhaltigsten Städte Europas und begeistert mit seiner Dynamik. In den letzten Jahren entstanden viele öffentliche Gebäude und Plätze, Infrastrukturen sowie ganze Stadtviertel, deren Architektur und stadtplanerischer Absicht in vielerlei Hinsicht vorbildhaft sind.

Kommen Sie mit uns in die Welthauptstadt der Architektur 2023

Aktive, gut gestaltete städtische Räume sind oft der Kitt, der eine Nachbarschaft zusammenhält. Wir wollen den Fragen auf den Grund gehen: Wie kann Architektur unseren Gemeinschaftssinn stärken? Und wann bewirkt sie das Gegenteil? Wer entscheidet, wie Architektur aussehen soll? Wir zoomen an Kopenhagen heran und sehen uns einige der Orte an, an denen die Gemeinschaften besonders gute Bedingungen vorfinden. Und erfahren von dem uns begleitenden Guiding Architect Bo Christiansen: Was ist gelungen? Womit sind die Einwohner besonders zufrieden? Und was hätte man besser machen können? Gehen Sie mit uns auf Entdeckungsreise durch Kopenhagen und finden Sie heraus, was für Sie und uns wichtig ist!

11. Mai:

„Copenhagen in Common“ – wie beeinflusst Architektur die Art & Weise, wie wir miteinander umgehen?

Wir starten im Danish Architecture Center (DAC). Mit der Ausstellung „What We Have in Common“ rund um die Fokusthemen der Welthauptstadt der Architektur präsentiert das DAC ein breites Spektrum dänischer Architekten, die Dänemark heute und in Zukunft gestalten. Mit dem Kanalboot entdecken wir die beeindruckende Hafenumgestaltung: Krøyers Plads (COBE, 2018) – der Platz wurde zusammen mit den umliegenden Gebäuden entworfen, die die historische Lagerstruktur entlang des Hafens fortsetzen und mit neuen Nutzungen füllen. Mit Copenhill/Amager Bakke (BIG, 2018) erwartet uns ein radikaler Neubau, der den öffentlichen Raum mit einer traditionell unerwünschten Infrastruktur verbindet. Zu den weiteren Highlights im Nordhafen gehört The Silo (COBE, 2017), die meisterhafte Umwandlung eines gigantischen Getreidesilos in stilvolle Wohnungen. Beim Spaziergang in der Altstadt besuchen wir Muuto. Das junge Unternehmen arbeitet mit den besten Nachwuchsdesignern aus Skandinavien zusammen, die ihre Design-Philosophien frei verwirklichen können. Im angesagten ehemaligen Schlachthofareal Kødbyen genießen wir ein Abendessen im Restaurant Paté-Paté.

12. Mai:

COBE Architekten – wie kann es gelingen, die Öffentlichkeit mit Architektur zu aktivieren?

Auf unserer Radtour er-fahren wir mehr zur Fußgängerbrücke Circlebroen (Olafur Eliasson 2015): eine Brücke, die zum Stehenbleiben anregt. Die Kalvebod Waves (JDS Architekts 2008) verbinden eine urbane Parklandschaft auf dem Wasser mit dem Ufer durch eine gewellte Steganlage, die als Flaniermeile dient. Für die Umgestaltung von Paper Island (COBE 2023) wählten die Planer den robusten architektonischen Typus der Industriehalle als programmatische Prämisse. Der unverwechselbare Entwurf umfasst markante trapezförmige Baukörper in Fertigteilbauweise. Der angrenzende Opera Park (COBE 2023) wird in Anlehnung an die historischen Gärten der europäischen Hauptstädte mit verschlungenen Wegen und Pavillons gestaltet. Zum Mittagsimbiss erklimmen wir das Dach der Müllverbrennungsanlage Copenhill/Amager Bakke, die mit dem World Building of the Year Award 2021 ausgezeichnet wurde. Wir radeln zum neuen Stadtviertel Nordhavn, das das Ziel der Stadt unterstützt, bis 2025 CO₂-neutral zu werden. Dort sehen wir u.a. Park ‘n’ Play (JAJA Architects, 2016) & Kanonhuset (Entasis, 2017) und besuchen die Showrooms von Kvadrat und Vitra. An einem der ältesten Plätze der Stadt – Gråbrødretorv – essen wir im nordisch & französisch inspirierten Restaurant Peder Oxe zu Abend.

13. Mai:

„World‘s best Masterplan“ by Entasis – Kopenhagens neuer Stadtteil Carlsberg Byen

Dänische Architektur ist bekannt für ihren Fokus auf das menschliche Maß und ihren demokratischen Ansatz sowie für ihre einzigartigen modernen Gebäude. Im neuen Stadtteil Carlsberg Byen sprechen wir über den World‘s Best Masterplan (Entasis), den Garten von J.C. Jacobsen, den Wohnkomplex Forskerboligerne (Praksis 2018) mit seinem Meisterwerk an Details, Hotel Ottilia (Arkitema 2019) und über das Wohnbauprojekt Krøyer-Haus (Entasis, 2018). Zum Mittagsimbiuss geht‘s ins Folkehuset Absalon (Arcgency 2015), eine ehemalige Kirche als erfolgreiches Gemeindezentrum. Am Nachmittag besuchen wir zwei Markenpartner. Fritz Hansen kreiert legendäres Mobiliar, das Räume mit seiner Präsenz verzaubert, und Montana verkörpert Individualität, zu der die Zusammenarbeit z.B. mit Arne Jacobsen, Verner Panton wesentlich beigetragen hat. Am Abend fliegen wir zurück nach Frankfurt.