Wer heute gut dämmt, der morgen gut denkt.

Wie Trennwände im Büro die Arbeitsleistung verbessern.

In unserer heutigen Dienstleistungsgesellschaft entsteht Wertschöpfung mehr denn je durch Arbeit, die vom Schreibtisch aus verrichtet wird. Vom Architekturbüro bis zur Verwaltung gilt für immer mehr Unternehmen: Das Kapital steckt in den Köpfen der Mitarbeiter.

Damit wird Konzentration zu einer der wichtigsten, wenn nicht sogar zur wichtigsten Währung im Büro. Doch in einer Umgebung, die scheinbar immer schneller und lauter wird, wird sie für viele gleichzeitig zu einer der größten Herausforderungen. Die Folge: Wissensarbeiter*innen sehnen sich zunehmend nach Rückzugsorten, an denen sie in Ruhe arbeiten und ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Die Rede ist von „Deep Work“.

In klassischen Büroräumen sind solche Orte häufig nicht vorgesehen. Dass sie jedoch dringend gebraucht würden, lässt sich auch am Einzug der Kopfhörer ins Büro beobachten. Hilfsmittel wie diese schaffen zwar kurzfristig Abhilfe, lösen aber nicht das eigentliche Problem: Wissensarbeit braucht Raum für Konzentration!

Lärm verringert die Arbeitsqualität

Wenn der Drucker auf dem Flur im Dauerbetrieb brummt, die Tür zur Kaffeeküche im Minutentakt quietscht und Kollegen im Nachbarbüro lautstark telefonieren, fühlen wir uns gestört. Tatsächlich spricht man auch bei solchen scheinbar harmlosen Hintergrundgeräuschen schon von „Lärm“.

Bereits auf niedrigem Niveau beeinträchtigt der Stressfaktor Lärm unsere Leistungsfähigkeit, denn er wirkt direkt auf das zentrale Nervensystem und setzt psychomentale Reaktionen in Gang. Mit anderen Worten: Man kann sich ihm nicht bewusst entziehen. Damit zählt Lärm zu den häufigsten Gefahren am Arbeitsplatz in Deutschland.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin gibt daher für unterschiedliche Tätigkeitskategorien konkrete Lärm-Grenzwerte vor. Für Tätigkeiten, die hohe Konzentration, Kreativität und eine gute Kommunikation erfordern, liegt der maximale Beurteilungspegel Lr (aus einer über acht Stunden gemittelten Messung) bei 55 dB(A). Schon ein normales Gespräch kann diesen Grenzwert überschreiten.

Trennwände: Weniger Schall, mehr Diskretion

Oft lässt sich Lärm im Büroalltag nicht vermeiden. Um die Belastung am Arbeitsplatz dennoch zu verringern, gilt es wenigstens die Schallübertragung von Raum zu Raum zu reduzieren. Gemeint ist die sogenannte „Schalldämmung“. Vor allem dort, wo Räume bereits definiert sind oder nicht verändert werden dürfen, können Trennwände diese Funktion erfüllen.

Wie gut eine Trennwand den Schall dämmt, gibt dabei der Schalldämmwert in Dezibel an. Das Prinzip ist einfach: Je höher der Schalldämmwert der Wand, desto weniger Schall gelangt in den Nachbarraum. Gleichzeitig wird Sprache immer unverständlicher. Damit senken Systemtrennwände nicht nur den allgemeinen Geräuschpegel und schaffen produktive Räume, sondern tragen auch zu mehr Diskretion bei.

Trotz des großen Einflusses von Schall und Lärm auf die Konzentrationsfähigkeit und Arbeitsqualität von Büroarbeiter*innen gibt es in der Praxis keine baurechtlichen Vorgaben. Ersatzweise werden häufig die Empfehlungen des Beiblatts 2 der DIN 4109 „Schallschutz am Hochbau“ Stand 1989-11 als Richtwerte herangezogen. Für eine effektive Schalldämmung kommt es dabei auf mehr als nur die Wände an!

Neben den eigentlichen Trennwänden wird die resultierende Schalldämmung zwischen zwei Räumen auch durch die flankierenden Bauteile wie Boden, Wand, Fassade und Decke mitbestimmt. Entscheidend ist das Bauteil mit dem niedrigsten Schalldämmwert. Türen werden dabei separat betrachtet, da sie als bewegliche Bauteile grundsätzlich eine geringere Schalldämmung aufweisen.

Auf Material und Oberfläche kommt es an

Viele Büroplaner und Architekten setzen bei der Büroplanung heute auf Beton und Glas. Doch was optisch durch einen modernen Look überzeugt, bringt akustisch betrachtet einen Nachteil mit sich: Großflächig eingesetzt bilden diese Materialien schallharte Oberflächen, die zu langen Nachhallzeiten führen. Da Abhangdecken aufgrund einer Bauteilaktivierung häufig keine Option sind, braucht es zur Verbesserung der Raumakustik Kompensationsflächen.

Um Nachhallzeiten zu reduzieren, werden daher häufig schallschluckende Oberflächen eingesetzt. Man spricht vom Prinzip der „Schallabsorption“. Auch Trennwände können Schall dämpfen. Dazu wird ihre Oberfläche geschlitzt oder perforiert. Je nach Wandaufbau und Schlitzung bzw. Perforation können so unterschiedliche Schallabsorptionsgrade erreicht werden.

Aber auch ohne Trennwände kann man sich im Büro den Effekt der Schallabsorption zunutze machen: mithilfe von schallabsorbierenden Möbeln und Elementen. Mit ihren porösen Oberflächen, beispielsweise aus Stoff oder Filz, können sie nicht nur optische Akzente setzen und neue Raumzonen formen, sondern auch Nachhallzeiten im Büro spürbar verringern und so die Raumakustik verbessern.

Akustik im Büro lässt sich planen

Durch eine sorgfältige Konzeption von Schalldämmung und -absorption lässt sich die Lärmbelastung am Schreibtisch also aktiv steuern – und damit letztlich auch die Konzentration und Arbeitsqualität der Mitarbeiter*innen. Vor allem aufgrund ihrer akustischen Eigenschaften sind Systemtrennwände dazu besonders gut geeignet.

Da die resultierende Schalldämmung am Bau jedoch von vielen Gewerken und Faktoren abhängt, empfehlen wir grundsätzlich, einen Bauakustiker einzubeziehen und in Ausschreibungen objektiv vergleichbare Schalldämmprüfwerte festzulegen. Aus diesem Grund wurden alle Schalldämmprüfwerte für unsere feco-Systemtrennwände in einem Bauakustik-Prüfstand ermittelt und durch umfangreiche Prüfberichte nachgewiesen.

Sie möchten wissen, wie Sie die Akustik in Ihrem neuen Büro mit feco-Systemtrennwänden konkret optimieren können und welche Schalldämmung für Ihre Anforderungen die richtige ist? Dann kommen Sie einfach in unser feco-forum und testen Sie die unterschiedlichen Schalldämmprüfwerte unserer feco-Systemtrennwände in beispielhaften Räumen selbst. Unsere Expert*innen unterstützen und beraten Sie dabei gerne.