Planung & Räume | Statik

Weitläufige Sitztreppe vor einer raumhohen feco-Holzakustikwand mit montiertem Info-Bildschirm

Verlässliche Stabilität von Systemwänden

Wie normative Vorgaben nach DIN 4103, Anpralllasten und flexible Deckenanschlüsse sichere Arbeitswelten schaffen.

Nichttragende innere Trennwände müssen im Büroalltag hohen statischen Beanspruchungen standhalten, obwohl sie keine tragende Funktion übernehmen. Ihre Sicherheit ist in Deutschland über die DIN 4103-1 geregelt. Systemwände müssen ihr Eigengewicht sowie horizontale Nutz- und Anpralllasten sicher ableiten. Eine vorausschauende Statikplanung stellt sicher, dass verglaste und geschlossene Trennwände stets standsicher bleiben und Personen- sowie Sachschutz gewährleistet sind. Zudem fordert das Baurecht statische Nachweise für alle verbauten Komponenten.

Anpralllasten und Konsollasten: Belastbarkeit im Raum

Die DIN 4103-1 unterscheidet zwei Einbaubereiche:
Einbaubereich I umfasst Räume mit geringerer Menschenansammlung wie Büro-, Hotel- und Krankenräume inkl. Flure.
Einbaubereich II gilt für Bereiche mit großer Menschenansammlung wie Versammlungsräume, Schulräume, Hörsäle oder Verkaufsflächen.
Darüber hinaus müssen Systemwände vertikale Konsollasten aufnehmen. Ob schwerere Hängeschränke, Regale oder großformatige Medienscreens – durch integrierte Traversen und verstärkte Unterkonstruktionen nehmen Vollwand- und Glaselemente diese Lasten sicher auf, ohne sich zu verformen oder an Stabilität einzubüßen.

Deckenanschlüsse und Baukörperbewegungen flexibel auffangen

Eine große Herausforderung bei der Statikplanung von Systemwänden ist die dynamische Bewegung des Baukörpers. Durch Durchbiegungen von Stahlbetondecken oder thermische Ausdehnungen entstehen vertikale Lasten, die nicht auf die nichttragende Wand wirken dürfen. Speziell entwickelte, teleskopartige Deckenanschlüsse entkoppeln die Trennwand statisch von der Rohdecke. So werden Deckenbewegungen von ± 15 mm und mehr schadlos aufgenommen, ohne dass Glasscheiben unter Druck geraten oder Risse im Wandaufbau entstehen. Dies sichert verlässlichen Schutz für Gebäude, Planende und Nutzer.

Absturzsicherheit durch feco-Verglasungssysteme

Über die reine Raumtrennung hinaus können transparente Wände bei brüstungs- oder galerieartigen Einbausituationen wesentliche Schutzfunktionen übernehmen. Die Glas-Trennwandsysteme fecoplan, fecofix und fecostruct sind als absturzsichernde Verglasungen gemäß DIN 18008-4 realisierbar und durch allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnisse (AbP) verlässlich nachgewiesen. Bauseitige Boden- und Deckenanschlüsse sind hierbei entsprechend der geprüften Statik auszuführen, um dynamische Anprallkräfte im Ernstfall sicher aufzunehmen und verlässlichen Personenschutz mit Transparenz zu vereinen.

Fazit: Statische Sicherheit als Fundament flexibler Raumkonzepte

Die vorausschauende Bemessung nach DIN 4103-1 und DIN 18008-4 bildet das verlässliche Fundament für anpassungsfähige Büroarchitekturen. Durch die lückenlose Erfüllung aller baurechtlichen Nachweise und normativen Anforderungen bieten feco-Systemwände maximale Planungssicherheit für Architekten und Bauherren. Das durchdachte Zusammenspiel aus tragfähigen Unterkonstruktionen, flexiblen Deckenanschlüssen und geprüfter Absturzsicherheit verbindet höchste Standsicherheit der feco-Systemwände dauerhaft mit voller gestalterischer Flexibilität für moderne Arbeitswelten.

Wissen vertiefen: Medien & Downloads

Nutzen Sie weiterführende Informationen unserer Fachquellen und empirischen Erhebungen, um Ihre Planungsprozesse im Detail zu optimieren:

DIN 4103-1: Norm mit Anforderungen an Standsicherheit, Anpralllasten und Konsollasten
Nichttragende innere Trennwände

VDI – Verein Deutscher Ingenieure: Richtlinie zur Prüfung der Tragfähigkeit und Standsicherheit
Standsicherheit von Bauwerken

Deutsches Institut für Bautechnik: Bauaufsichtlichen Zulassungen, Bauartgenehmigungen und Prüfzeugnissen für Bauprodukte und Bauarten
Zulassungen und Bauproduktnachweise

FAQ – Statik

  • Die DIN 4103-1 definiert die statischen Anforderungen, Standfestigkeitskriterien und Nachweise für nichttragende innere Trennwände im Hochbau.

  • Einbaubereich I umfasst Räume mit geringer Menschenansammlung (z. B. Büro- und Krankenräume, Flure), während Einbaubereich II für Orte mit großer Menschenansammlung gilt (z. B. Schulräume, Hörsäle, Versammlungsräume)

  • Teleskopartige Deckenanschlüsse nehmen Bauteilbewegungen und Bauteiltoleranzen auf, ohne die Lasten auf die Glas- oder Vollwandelemente zu übertragen.

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