Bestehendes weiterdenken.

So erneuert die Sparkasse Karlsruhe ihre Arbeitswelt ressourcenschonend.

feco circular in der Praxis: Systemwände und Büromöbel werden aufbereitet und in eine veränderte Raumstruktur integriert.

Im Video: Renate Michel, Immobilienmanagement der Sparkasse Karlsruhe, über das Projekt.

Wie lassen sich Beratungsräume und Arbeitsplätze neu gestalten, ohne funktionstüchtige Bauteile und Möbel zu entsorgen? Mit dieser Frage sah sich die Sparkasse Karlsruhe beim Umbau von rund 900 Quadratmetern Beratungsfläche konfrontiert. Nach 19 Jahren sollte die bestehende Struktur einer offeneren Arbeitsumgebung weichen. Anstatt die vorhandene Einrichtung vollständig auszutauschen, entschied sich die Bauherrschaft dafür, geeignete Elemente aufzubereiten und in das neue Raumkonzept zu integrieren.

Die Bauaufgabe: Aus Einzelbüro eine Multispace-Arbeitslandschaft schaffen

Die bisherigen Flächen waren durch klassische Einzelbüros geprägt. Künftig sollten offenere Arbeitsbereiche und geschützte Zonen für vertrauliche Beratungen die unterschiedlichen Anforderungen des Arbeitsalltags besser unterstützen. Dafür musste der Grundriss grundlegend neu organisiert werden.

Renate Michel vom Immobilienmanagement der Sparkasse Karlsruhe stellte dabei die initiale Frage, wie sich die vorhandenen Bauelemente weiterverwenden ließen. Die Systemwände waren auch nach fast zwei Jahrzehnten noch funktional, entsprachen in ihrer bisherigen Anordnung jedoch nicht mehr den neuen Grundrissanforderungen. Eine konventionelle Sanierung hätte ihren Austausch bedeutet. „Und das widersprach unserem Gedanken der Nachhaltigkeit und des ressourcenschonenden Bauens“, erklärt Renate Michel. Gesucht war deshalb eine Lösung, die den Bestand erhält und an die veränderte Nutzung anpasst.

feco circular: Modulares Raumgliederungssystem als Basis für zirkuläres Bauen.

Das Konzept verbindet die Demontage und Aufbereitung vorhandener Systemwände mit ihrer erneuten Verwendung in veränderten Grundrissen. Dank ihrer modularen Bauweise lassen sich die Elemente versetzen und an neue räumliche Anforderungen anpassen. So bleiben die Systemelemente über ihre ursprüngliche Nutzung hinaus im Einsatz.

Für das Projekt demontierte das feco-Team die Systemwände auf der gesamten Etage und transportierte die Komponenten in die Karlsruher Produktion. Dort wurden sie fachgerecht für die neue Raumsituation aufbereitet. Das Team schliff die Türblätter maschinell ab und versah sie mit einem neuen Schichtstoff in zeitgemäßem Holzdekor, der auf die Inneneinrichtung abgestimmt ist. Bei den Glaselementen wurden bedruckte Scheiben gegen solche ausgetauscht, die zum offeneren Raumkonzept passen. Anschließend konnten die überarbeiteten Komponenten in die neue Raumstruktur integriert werden.

Auch Büromöbel erhielten eine zweite Nutzungsphase.

Neben den Systemwänden wurde auch die vorhandene Möblierung in den Ansatz einbezogen. So wurden die Bürodrehstühle professionell tiefengereinigt und für die weitere Nutzung vorbereitet. Im Vorfeld wird sorgfältig geprüft, welche Elemente sich dafür eignen und wie sie sich in das neue Konzept integrieren lassen. Entscheidend sind das Zusammenspiel von technischem Zustand, Aufbereitungsaufwand und den Anforderungen der künftigen Arbeitsumgebung.

Partnerschaftliche Umsetzung.

Neben der fachgerechten Aufbereitung war die Zusammenarbeit zwischen der Sparkasse Karlsruhe und feco ein wichtiger Bestandteil des Projekts. „Wir arbeiten schon sehr lange mit feco zusammen. Es war immer eine sehr partnerschaftliche Zusammenarbeit, was man auch bei diesem Projekt sehr stark gespürt hat“, betont Renate Michel. Lukas Ratz, feco-Projektleiter, begleitete die Umsetzung und koordinierte die Abläufe zwischen Planung, Aufbereitung und Neumontage.

Das Projekt zeigt, wie sich veränderte Arbeitswelten auch mit vorhandenen Ressourcen gestalten lassen. Dafür müssen die Bauaufgabe und die Anforderungen der Nutzenden in den Mittelpunkt gestellt und der Bestand von Anfang an in die Planung einbezogen werden. So werden langlebige Systemwände und geeignete Möbel zu Bestandteilen einer Arbeitsumgebung, die sich an neue Anforderungen anpassen lässt und deren vorhandene Werte erhalten bleiben.

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